Sollen Schulen WLAN-Netze einrichten oder Alternativen bevorzugen?

Klaus SchelerEin Fachartikel von Dr. Klaus Scheler, Physikdozent an der PH Heidelberg

„Immer mehr Schulen und Schulträger setzen WLAN-Netze ein: So haben rund 120 bundesdeutsche Schulen die WLAN-Lösungen von 3Com bereits im Einsatz, Tendenz steigend.

In der Stadt Unna sind seit 2005 alle Schulen mit WLAN-Netzen ausgerüstet, von der Grundschule über Sonderschulen bis zu Gymnasien.

Die immer wieder genannten Vorteile sind:
WLAN - Komponenten ermöglichen digital gestütztes Lernen jederzeit und an jedem Ort. Über WLAN - Komponenten sind alle Endgeräte in einem Raum mit dem Schulnetzwerk verbunden, wodurch eine aufwendige Verkabelung der einzelnen Endgeräte überflüssig wird.“

Nach einer gründlichen Diskussion der Studienlage, grafisch gut aufgearbeitet, kommt Dr. Scheler zu dem Schluss: „Damit werden für den Schüler erhebliche Gesundheits­risiken relevant!
Wie bereits mehrere Studien gezeigt haben, kann sich diese Belastung in vielerlei Symptomen zeigen wie Kopfschmerzen, Tagesmüdigkeit, verringerte Konzentrations- und Problemlösefähigkeit, geringere Gedächtnisfunktion u. a. (Hug u.a., 2006).

Aber auch Lehrerinnen und Lehrer beobachten heutzutage zunehmend, dass viele Schüler sich überhaupt nicht mehr konzentrieren können, wenn eine Funkbelastung vorhanden ist. Ihre verminderte Leistungsfähigkeit kann erhebliche Auswirkungen auf ihre Noten, ihre Berufswahl und ihre weitere Laufbahn haben.
Dazu kommt, dass bei dauerhafter Bestrahlung diese Symptome chronisch werden und die Gesundheit der Schüler erheblich beeinträchtigen können. Bei der Nutzung von WLAN-Netzen müssen also ggf. auftretende Beschwerden der Schüler sehr ernst genommen werden.
Als Ursache darf die WLAN-Strahlung nicht ausgeschlossen werden.
Fazit: Schulen sollten im Sinne eines vorsorgenden Gesundheitsschutzes bei der Einrichtung von Internet-Zugängen unbedingt auf WLAN-Netze verzichten und kabelgebundene Lösungen nutzen.“

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Handy und MobilfunkstrahlungDidaktisch aufbereitetes Unterrichtsmaterial der PH Heidelberg

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69121 Heidelberg
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Telefon: 06221 / 513 – 4405

 

 

 

 

 

 

Stuttgarter Waldorfschüler und ihr Paul- Projekt

paulprojekt

 

www.paulprojekt.de >>

Wie man die Schule Handyfrei macht

Der neue Mitschüler „Paul“ ist eine Warneinrichtung für aktive Mobiltelefone. Er erzeugt ein Warnsignal, wenn in der Umgebung ein Mobiltelefon an die Basisstation der örtlichen Funkzelle sendet. Dies geschieht, ohne dass sein Benutzer es bemerkt, auch im Ruhezustand. Die Detektion eines sendenden Handys geschieht dabei auf rein passive Art, d.h. Paul selbst erzeugt keine zusätzliche Strahlung.

Der prinzipielle Aufbau besteht aus drei Einheiten. Im Empfangsteil befinden sich Antennen für die zu detektierende Handystrahlung mit nachgeschalteten Gleichrichtern und Verstärkern. Hier findet durch die konfektionierte Antennenlänge eine grobe Frequenzselektion statt.

Im Anschluss folgt eine Komparator-Einheit, die es erlaubt, den Raumbereich einzustellen, in dem ein aktives Handy einen Alarm auslösen kann. Dies erfolgt durch den Vergleich der empfangenen Signalstärke mit einem einstellbaren Referenzsignal. Zuletzt werden dann die Signale einer Auswerte-Einheit zugeführt, die den Alarm dann auslöst, wenn darin die für Mobilfunkkommunikation typischen Impulswiederholungsfrequenzen nachgewiesen werden. In der vorliegenden Realisierung sind dies die Frequenzen des in Europa weit verbreiteten GSM-Standards (GSM: Global System for Mobil Communication), sodass das Gerät Handys „entdecken“ kann, die in den Netzen D1, D2 und E betrieben werden. Die Macher von Paul waren letztes Jahr in Südtirol und habe es dort in Schulen vorgestellt, in einem Interview berichten sie über ihre Erfahrungen.pdf>

Polizeifunk - TETRA - Risiken noch nicht erforscht!

TetraAm 21.1.2009 berichtet die Stuttgarter Zeitung über die Inbetriebnahme des Polizeifunks TETRA und stellt dies als unproblematischen Fortschritt dar. TETRA ist eine gepulste Mikrowellenquelle wie alle Handys und Mobilfunkmasten, TETRA arbeitet bei ca. 400 MHz. Polizisten sind nun dauernd dieser Strahlung ausgesetzt, ebenso die Anwohner, die um den Strahlungsbereich der Funkmasten wohnen. Schon 2002 forderte die Gewerkschaft der Polizei, dass vor der Einführung die Gesundheits­risiken geprüft werden müssen:

„Der GdP-Bundesvorsitzende Konrad Freiberg fordert die Innenminister der Länder und des Bundes auf, vor der flächendeckenden Einführung des Digitalfunks mögliche Gesundheitsrisiken zu prüfen. Der Dienstherr müsse jedoch seiner Fürsorgepflicht gegenüber den Beamtinnen und Beamten „umgehend" nachkommen. Freiberg: „Bisher wurden zwar umfangreiche Untersuchungen zu den Kosten, zur Technik und zu den Infrastrukturinvestitionen, jedoch nicht zu Gesundheitsrisiken durchgeführt....Bei der Entscheidung müssten jedoch auch die Folgen für die menschliche Gesundheit berücksichtigt und eine Risikobewertung vorgenommen werden, die sich auf gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse stütze." (02.08.2002).

Polizeigewerkschaft warnt.pdf >>

Das wurde nicht gemacht. Wie bei UMTS wird wieder eine Technik eingeführt, ohne dass die Risiken ausreichend geprüft wurden. Das Bundesamt für Strahlenschutz gesteht das aktuell ein:

„Aufgrund des hier geschilderten unzureichenden Kenntnisstandes plant das BfS in Zusammenarbeit mit der BDBOS die Durchführung weiterer Forschungsvorhaben." (Homepage , 12.12.2008) pdf. >>.

Weitere Dokumente:

Deutsche Polizei Heft 9/2002.pdf >>

Der GdP-Vorsitzende Konrad Freiberg im "Öko-Test-Magazin",
Gesundheitsrisiken durch Digitalfunk?.pdf >>

Pressemitteilung der GdP.pdf >>

Unabhängige Forschungen im Frequenzbereich von TETRA

Der digitale Polizeifunk TETRA, Ein Fachbeitrag von Dr. med. Hans-Christoph Scheiner,
Mitglied der Kompetenzinitiative, August 2008.pdf >>

Dr.Ing.Virnich: TETRA und DMR, Eigener Digitalfunk für Behörden und
Betriebe. Vortrag auf dem BUND Symposium Mainz 2009.pdf >>

Es gibt Erfahrungen mit TETRA in anderen Ländern. In Großbritannien erkrankten viele Polizisten durch den TETRA-Polizeifunk. Der Vorsitzende der Polizistenvereinigung von Lancashire machte eine Umfrage: 70% der Polizisten klagten über Beschwerden. Dazu zwei Untersuchungen aus England:

Wie Immissionen von TETRA-Basisstationen die menschliche Gesundheit nachteilig beeinflussen können, von Dr. Gerard J. Hyland.pdf >>

Erfahrungen mit TETRA-Bündelfunk in Großbritannien:
Fallbeispiele, von Andy Davidson.pdf >>
Quelle: Auszug aus dem Tagungsband „ElektroMagnetische Verträglichkeit Energieversorgung & Mobilfunk, 5. EMV-Tagung des VDB vom 22.–23. März 2006 in Stuttgart."
Mit freundlicher Genehmigung von: Berufsverband Deutscher Baubiologen VDB e.V - www.baubiologie.net >>

Nur in Englisch: The inadequacy of the ICNIRP Guidelines governing human exposure to the microwave emissions from base-stations, von Dr. Gerard J. Hyland.pdf >>

Nicht nur die Erfahrungen aus England sind bedenklich, es liegen in diesen Frequenzbereichen um 400 MHz Forschungen vor, die biologische Effekte nachweisen (auf www.emf-portal.de sind die Zusammenfassungen abrufbar), z.B.
von Bachmann 2005, Hinrikus 2005, 2008.

In der Untersuchung
"Individual changes in human EEG caused by 450 MHz microwave modulated at 40 and 70 Hz" (2007) .pdf >>
kommen Bachmann et al. zu dem Ergebnis:

"450 MHz microwave exposure modulated at 40 Hz caused statistically significant changes in the EEG time variability (26.7% of subjects) and energy variations (13.3% of subjects). Changes in energy spectral distribution were statistically significant for the whole group. The main trend of changes was the increase in the EEG beta rhythm energy and the effect was more evident at the modulation frequency closer to the physiological EEG rhythms (40 Hz).".pdf>>

Stress im Schlafzimmer

Verbrauchertelegramm
Verbraucherzentrale Bozen/Südtirol klärt über Schutzmöglichkeiten vor Elektrosmog auf

Was wir in Deutschland vermissen, eine Aufklärung der Verbraucher, wird in Südtirol gemacht. Im Verbrauchertelegramm vom Juni 2009 heißt es:

„Franz schläft auf einer Federkernmatratze, auf dem Nachttisch hat er einen Radiowecker, daneben das Handy, er hat W-Lan im Haus, ein Schnurlostelefon im Flur, Pyjama, Bettwäsche und Teppichboden sind synthetisch, und von der Decke hängt eine Sparlampe. Franz ist seit Monaten schlaflos. Kein Arzt kann helfen. Als er einen Baubiologen konsultiert, fällt er aus allen Wolken.
Die Schlafstörungen von Franz haben mit elektrischen und magnetischen Feldern und Wellen zu tun, die sein Zimmer belasten.....“

Verbrauchertelegramm Nr.37/ Juni 2009, Auszug Mobilfunk.pdf >>

Verbrauchertelegramm Nr.37/ Juni 2009, Gesamt.pdf >>


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