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Die Diagnose-Funk-Datenbank www.mobilfunkstudien.de vermittelt einen industrieunabhängigen Überblick über die Forschungslage.
Eine Studienliste kann heruntergeladen werden, ebenso ein Studienreferenzzpapier.
In der Rubrik Dokumentation stehen wichtige Fachartikel auch in deutscher Sprache
zur Verfügung.

Immer wieder: Die Mär von den 20.000 Mobilfunkstudien

MärchenerzählerDie Politik flankiert die Entwarnungsbemühungen der Industrie.
In der Bundestagsdebatte zum Mobilfunk sagte der CDU-Abgeordnete Koeppen (10.03.2009):

„Weltweit gab es mittlerweile über 20 000 Untersuchungen auf diesem Gebiet.
Nach Aussagen der Weltgesund­heitsorganisation besteht kein begründeter Zusammenhang zwischen Mobilfunkstrahlung und dem steigenden Risiko einer Erkrankung – das sollten wir den Menschen auch so deutlich sagen –, und das müssen wir anerkennen.“ (Plenarprotokoll 16/211, S.22848).pdf >>

Mit diesen Zahlen wird die Botschaft transportiert:
„Und keine von den vielen Studien ergab eine Gesundheitsgefahr.“

Das Landesamt für Umwelt Bayern (LfU) ist etwas bescheidener und läßt verbreiten: 15.000 Studien gäbe es.
Wir wiesen das LFU Bayern darauf hin, dass das www.emf-portal.de  (Offizielle Datenbank) z.Zt. ca. 500 Studien dem Mobilfunk zuordnet. Ein LFU Vertreter schrieb uns zurück:
„In der Tat befassen sich die 12613 Publikationen ganz allgemein mit der Wirkung von elektromagnetischen Feldern auf biologische Systeme. Die genannten 491 erfüllen bestimmte Filterkriterien bezüglich Mobilfunk, die das EMF-Portal ausgewählt hat.
Diese Information ist für mich neu, vielen Dank für den Hinweis....Ich werde bei folgenden Vorträgen bei Fragen zur Studienzahl auf diesen Unterschied hinweisen..“(Mail vom 22.04.2009)

Der Beamte hatte in seinen Vorträgen nur wiedergegeben, was an Textbausteinen allen Beamten vorgegeben wird. Die Zahlen, die das EMF-Portal angibt, sind durchaus realistisch, auch wenn dort viele Studien noch nicht ausgewertet sind.
Realistisch erscheint auch die Bilanz des Forschungsstandes in der Studie "Wirkungen von GSM-Sendeanlagen auf den Menschen"  (Hacker / Pauser 2007) anhand der Datenbank MedLine:

"Mit Stichtag 28. Januar 2007 sind hier derzeit bereits:

  • 933 Arbeiten zum Thema „Mobile Phone“,
  • 12 Arbeiten zum Thema „GSM Base Station“,
  • 36 Arbeiten zum Thema „Mobile Phone Base Station“ und sogar
  • 1466 Arbeiten zum Themenbereich „Microwave Exposure“

gelistet, von denen zumindest ein Teil über signifikante und gesundheitlich relevante Wirkungen auf den Organismus berichtet."

Stellungnahme zum weltweiten Stand der Forschung zur Auswirkung von Mobilfunkstrahlung in der Studie "Wirkungen von GSM-Sendeanlagen auf den Menschen" vom 28. Januar 2007, Salzburger Landeskliniken

"Gesundheitliche Auswirkungen von Mobilfunksendeanlagen stehen seit einigen Jahren in der öffentlichen und wissenschaftlichen Diskussion. So zeigten sich in einer in Kärnten und Wien durchgeführten aktuell peer-reviewed veröffentlichten Beobachtungsstudie bei Anwohnern von GSMSendeanlagen bereits bei Expositionen von einigen 100 μW/m² Strahlungsdichte im Schlafraum vermehrt Konzentrationsprobleme, Kopfschmerzen sowie möglicherweise stressbedingte kalte Hände und Füße (Hutter et al., BMJ/ Occup. Environ. Med. 2006; 63), und eine Reihe von Arbeiten weist sogar schädigende Einflüsse auf das Genom nach.
Weiters liegen zahlreiche ärztliche Fallberichte zu verschiedenen Symptomen im Zusammenhang mit der Exposition gegenüber Mobilfunksendeanlagen vor, und die Zahl der in der Medizindatenbank MedLine geführten wissenschaftlichen Arbeiten zur Gesamtthematik ist in ständigem Steigen begriffen. Mit Stichtag 28. Januar 2007 sind hier derzeit bereits 933 Arbeiten zum Thema „Mobile Phone“, 12 Arbeiten zum Thema „GSM Base Station“, 36 Arbeiten zum Thema „Mobile Phone Base Station“ und sogar 1466 Arbeiten zum Themenbereich „Microwave Exposure“ gelistet, von denen zumindest ein Teil über signifikante und gesundheitlich relevante Wirkungen auf den Organismus berichtet."

Neueste Studie des Landes Salzburg.pdf >>

Studien und wissenschaftliche Untersuchungen aus Deutschland

Mobilfunk und Gesundheit.pdf (850 kb) >>
2000
Bewertung des wissenschaftlichen Erkenntnisstandes unter dem Gesichtspunkt des vorsorgenden Gesundheitsschutzes.
Im Auftrag der T-Mobile, DeTeMobil Deutsche Telekom MobilNet GmbH

ECOLOG Biologische Wirkungen schwacher HF-Felder.....2003 Zusammenfassung des weltweiten Forschungsstandes.pdf (136 kb) >>
2003
ECOLOG - eines der führenden deutschen Institute in der Strahlenforschung.
Arbeitete unter anderem für T-mobile und das Bundesamt für Strahlenschutz

ECOLOG EMF-Handbuch - Elektromagnetische Felder, Quellen,
Risiken, Schutz 2006
.pdf (3,8 mb) >>

2006

Naila Studie.pdf (95 kb) >>
2004
Einzige epedemiologische Studie aus Deutschland
Einfluss der räumlichen Nähe von Mobilfunksendeanlagen auf die Krebsinzidenz.

Reflex Studie.pdf (607 kb) >>
Dezember 2004
Nachweis von DNA-Strang-Brüchen und Zunahme der Chromosomen-Veränderungen unter Strahlenbelastung im Radiofrequenzbereich unterhalb der geltenden Grenzwerte in einer in-vitro-Studie.
Englisches Original unter http://verum-foundation.de/reflex/

Forschungsprojekt REFLEX
im Strudel wirtschaftlicher Interessen
.pdf (160 kb) >>
Wie versucht wird Erkenntnisse zu unterdrücken...

Stellungnahme von Prof. Adlkofer.pdf (24 kb) >>
vom 20. Oktober 2006
zur verfälschenden Darstellung der REFLEX-Studie durch die Bundesregierung

Warnke.pdf (391 kb) >>
Januar 2005
Hervorragender Überblick über den Stand der Forschung von Dr. Warnke, Dozent an der Universität in Saarbrücken.

Warum können kleinste Leistungsflussdichten elektromagnetischer Energie große Effekte am Menschen auslösen?.pdf >>

Professor Hecht.pdf (372 kb) >>
1996 - 1997
Studie im Auftrag des Bundesamtes für Telekommunikation, wissenschaftliche Fassung.
Eine populärwisenschaftliche Fassung ist erschienen in: Runge, siehe Buchempfehlung

Professor Hecht: Dokumentation zur Anhörung im
Bayrischen Landtag am 7.7.2006
.pdf (1.9 mb) >>

und die Thesen und Schlussfolgerungen zum Vortrag .pdf (50 kb) >>

Internationale Studien

Hutter-Kundi-Studie.pdf (391 kb) >>
Januar 2006
Subjektive Symptome, Schlafprobleme und kognitive Leistungen bei Personen, die in der Nähe von Mobilfunk-Basisstationen leben..

Aktuellen medizinische Erkenntnisse zu GSM und UMTS.pdf (626 kb) >>
April 2004
Vortrag von Dr.-med. univ. Gerd Oberfeld zu GSM und UMTS bei der 3. EMV-Tagung des VDB e.V., 01.-02. April 2004 in Würzburg

Oberfeld Studie.pdf (240 kb) >>
Januar 2005
Epidemiologische Untersuchungen bei Mobilfunksendeanlagen
Beispiele und künftige Überlegungen

Salford-Studie Zusammenfassung in deutsch.pdf (200 kb) >>
Salford-Studie Vollversion in deutsch.pdf (238 kb) >>
Januar 2003
Hirnschäden bei Ratten durch Handystrahlung....

Hyland Studie.pdf (54 kb) >>
März 2001
Im Bericht an die Wissenschaftskommission des Europäischen Parlaments heißt es im Hinblick auf die Verantwortung der Mediziner:
"Gegenwärtig ist der vom Menschen verursachte "Elektrosmog" eine wesentliche Bedrohung für die öffentliche Gesundheit…. Besondere Besorgnis... erregt die unfreiwillige, rund um die Uhr stattfindende Belastung bestimmter Bevölkerungs­gruppen durch die Emissionen einer GSM/UMTS-Basisstation, wenn diese unsensiblerweise in der Nähe von Häusern, Schulen oder Krankenhäusern aufgestellt werden. Die Umgebung dieser Leute ist permanent und unausweichlich belastet. Dies ist ein völlig inakzeptabler Sachstand, der schwer wiegende ethische Fragen aufwirft und wohl den Nürnberger Code insofern verletzt, als dass es diese Menschen sind, an denen sich schließlich zeigen wird, ab welchem Grad die chronische Belastung durch solche Felder schädlich ist – Informationen, die gegenwärtig nicht verfügbar sind. Anders ausgedrückt: Im Endeffekt sind sie unfreiwillige Objekte eines Massenexperi-ments.“ (Europäisches Parlament, Hyland Studie, 2001, S.3,6.pdf (54 kb>>)

Prof. Neil Cherry / Neuseeland: Cherry-Studie.pdf (115 kb) >>
August 2000
Mobilfunkstrahlung als schwerwiegendes Risiko für biologische Systeme und Gesundheit. Übersetzung ins Deutsche, Dr. med. Hans-Christoph Scheiner.

Bienen und Insekten

"Are mobile phones wiping out our bees?".pdf>>, fragt der englische Independent. "Rotten Mobiltelefone unsere Bienen aus?".pdf >>

Das mysteriöse Verschwinden ganzer Bienenvölker, das in vielen Ländern schon seit einigen Jahren anhält, könnte bald gravierende Auswirkungen auf unsere Nutzpflanzen haben.

Diverse europäische und amerikanische Tageszeitungen berichteten im März über ein seltsames Phänomen: Arbeiter-Bienen kehrten nicht mehr in den Bienenstock zurück, worauf die Königin mitsamt der Brut zugrunde ging. Die Wissenschaft hat für diese Erscheinung mittlerweile einen Namen: „Colony Collapse Disorder“ (CCD), was eine bisher unerklärte Störung im Verhalten der Bienen beschreibt.
In einer Dokumentation.pdf>> stellt die Schweizer Umweltorganisation Diagnose-Funk den aktuellen Wissensstand zu dieser auch für die Lebensmittelproduktion verheerenden Entwicklung dar.

Die spanische Studie
„Einfluß der elektromagnetischen Strahlung des Mobilfunks auf Insekten “.pdf >>
mit einer gründlichen Literaturrecherche weist auf die hohe Wahrscheinlichkeit des Einflusses der Strahlung auf das Verhalten und die Entwicklung von Bienen und anderer Insekten hin.
Spanisches Orginal.pdf >>

Rinderstudie, Prof. Löscher, Bayern 1998

Rinderstudie, Prof. Löscher.pdf (521 kb) >>
Im Jahre 1998, Veröffentlicht 2003
Die Auswirkungen elektromagnetischer Felder von Mobilfunksendeanlagen auf Leistung, Gesundheit und Verhalten landwirtschaftlicher Nutztiere: Eine Bestandsaufnahme

Die Bundesregierung bewertet in Ihrer
Bundestagsdrucksache 15/1403
(957 kb) >>
wie folgt:
... "Von besonderem Interesse ist hierbei eine Veröffentlichung zu Rindern
(Löscher / Käs 1998), in welcher erheblich reduzierte Milcherträge, Auszehrung sowie spontane Fehl- und Totgeburten dokumentiert wurden.
Von besonderer Relevanz sind die folgenden Sachverhalte:
– Der Gesundheitszustand der Rinder verbesserte sich erheblich, nachdem sie auf Weideland gebracht wurden, das weit entfernt von dem Sendemast lag, verschlechterte sich jedoch sofort wieder bei Rückkehr an den alten Standort;
– die negativen gesundheitlichen Effekte traten erst auf, nachdem auf einem Turm GSM-Mikrowellenantennen installiert wurden, der zuvor lediglich für die Übertragung
(analoger) TV- und Radiosignale genutzt worden war."

"Auch in anderen Dokumenten wird von ähnlichen gesundheitlichen Auswirkungen auf Rinder berichtet (Firstenberg 2000). Schließlich wird über Rückgänge von Vogel- und Bienenpopulationen nach Inbetriebnahme neuer Basisstationsmasten berichtet.
Das Auftreten negativer Effekte bei Tieren ist deshalb von besonderer Relevanz, weil dadurch deutlich wird, dass die Effekte möglicherweise real und nicht nur psychosomatischer Genese sind. Darüber hinaus könnte aus der oftmals höheren Elektrosensitivität von Tieren im Vergleich zum Menschen gefolgert werden, dass die bei Tieren innerhalb eines relativ kurzen Zeitraumes aufgetretenen gesundheitlichen Probleme darauf hindeuten, dass eine Langzeitexposition beim Menschen ähnliche Folgen haben könnte."